Wie wir uns begegnen.
Ein Shooting bei mir beginnt nicht mit Posen
und endet nicht mit perfekten Bildern.
Es beginnt mit Ankommen.
Mit einem ersten Gespräch,
einem langsamen Abtasten,
ob es sich richtig anfühlt, hier zu sein.
Eine dampfende Tasse Tee in einem kalten Winterwald.
Du kannst allein kommen
oder mit einem Menschen, der dir nah ist.
Oder mit mehreren.
Es spielt keine Rolle, wie ihr euch nennt
oder in welcher Konstellation ihr hier steht.
Wichtig ist nur, dass etwas da ist,
das Raum bekommen darf.
Du musst nichts vorbereiten,
keine Erfahrung mitbringen und auch
keinen Plan haben.
Nicht mal ein bestimmtes Gefühl.
Ich gebe Orientierung, wenn sie hilfreich ist
und halte mich zurück, wenn Raum wichtiger wird.
Manchmal leite ich sanft an,
manchmal bleiben wir einfach bei dem,
was gerade da ist, auch wenn es noch unscharf ist.
Es gibt keinen festen Ablauf
aber eine Haltung.
Wir bewegen uns aufmerksam,
lassen Pausen zu,
gehen dorthin, wo es ruhig wird
oder wo etwas in Bewegung kommen möchte.
Es darf still sein
oder unordentlich.
Nah oder vorsichtig.
Leicht oder schwer.
Ich arbeite nicht auf Distanz.
Ich bleibe.
Auch wenn sich etwas verändert.
Auch wenn nichts sofort greifbar ist.
Nach dem Shooting musst du nichts festhalten,
erklären oder bewerten.
Ich kümmere mich.
Und irgendwann bekommst du Bilder,
die nicht nur zeigen, wie du ausgesehen hast,
sondern wie es sich angefühlt hat,
dort zu sein.
